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50 Jahre Katholisch-Liberaler Arbeitskreis

Rentweinsdorf. In der katholischen Landschaft einmalig: Engagierte christliche Liberale treffen sich, um zu kirchlichen und politischen Themen Stellung zu beziehen. Seit 1997 wird dieser Arbeitskreis vom Vorsitzenden Alfred Neugebauer aus Rentweinsdorf geleitet. Gegründet wurde der Arbeitskreis am 3. Dezember 1975. 
 

Während einer Sitzung in Rentweinsdorf wurde der Slogan geprägt: „Christen können nicht unpolitisch sein, Politiker dürfen nicht unchristlich handeln." So konnte auch die Frage beantwortet werden: „Katholisch und liberal – geht das?“ Die Liberalen seien offen und anpassungsfähig, aber keine geschlossene Gesellschaft, so der Salesianerpater Dr. Lothar Bily, der auch schon in Pfaffendorf tätig war. Die der FDP-nahestehenden Arbeitskreise, von KLAK und Evangelisch-Liberaler Gesprächskreis (ELGB) arbeiten als Liberale Christen zusammen. 
 

In der Jubiläumsveranstaltung, von der Thomas-Dehler-Stiftung unterstützt, dankte die ELGB-Vorsitzende Elfi Trautvetter-Ferg, Pfarrerin i.R. aus Knetzgau, Alfred Neugebauer für die langjährige gute Zusammenarbeit.

 

 

Das Foto zeigt Festredner Hochschulpfarrer Burkhard Hose aus Würzburg, Agnes Meier, stellvertretende Vorsitzende des KLAK und Alfred Neugebauer. 

In der Festansprache bezog sich Hochschulpfarrer Burkhard Hose auf den Slogan von Rentweinsdorf und referierte zu den Versen aus LK 10 mit Anmerkungen zum christlichen Handeln: 

Jesus sagte: Ihr wisst, dass die Mächtigen ihre Macht missbrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein,  sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein. 


Was bedeutet „Diener sein“ in unserer heutigen Gesellschaft? Wie müsste eine Politik heute aussehen, die sich von der Aussage Jesu leiten lässt? Schon Reichskanzler Bismarck sagte: „Mit der Bergpredigt ist keine Politik zu machen“. Aber in diesen Tagen erleben wir, dass Politiker öffentlich ambivalentes Verhalten zeigen, christliche Rituale nutzen, aber die Macht missbrauchen. Pfarrer Hose führte weiter aus, dass Schweigen in der Gesellschaft auch Folgen hat, weil sich am Zustand nichts ändert. Beispiel sei der Umgang mit Flüchtlingen oder auch mit dem Judentum im Nationalsozialismus. Bei Gesprächen mit Zeitzeugen wiesen diese immer wieder darauf hin, die Augen offen zu halten und zu sehen, was gerade passiert. Empathie, aber klares und lautes Benennen von Missständen ist dabei ganz wichtig. Die christliche Botschaft sei nicht Bollwerk, ruft aber nicht auf, brav zu sein.  Für seine Ausführungen erhielt er Dank und Anerkennung. Am Büffet mit weiterem Gedankenaustausch endete die Jubiläumsfeier. 

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